Selbsthilfe bei Menstruationsbeschwerden - was kann ich bei Mensbeschwerden tun?


Selbsthilfe bei Menstruationbeschwerden - Was kann ich bei Mensbeschwerden tun?

Die wenigsten Frauen kennen das gar nicht:
Menstruationsbeschwerden und Periodenschmerzen.

Hilfe bei Periodenschmerzen
Selbsthilfe bei Menstruationsbeschwerden
Sie gibt es in allen möglichen Formen und Stärken. Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Beckenbodenschmerzen, Steissbeinschmerzen, Beinschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Schmerzen bis zum Erbrechen oder bis zur Ohnmacht, Krämpfe, Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Verstopfung, Hormonschwankungen, Extra-Appetit, Stimmungsschwankungen, Schwindel, Müdigkeit, etc.

Auch wenn fast alle Frauen Mensbeschwerden in irgend einer Form kennen, normal ist dies eigentlich nicht. Denn ein Körper braucht während oder vor der Menstruation keine Schmerzen, um diese Blutung zu machen.

Es gibt viele Mittel die helfen, Hormongaben, Medikamente, Schmerzmittel, Globuli, Tropfen, physikalische Anwendungen, Übungen, etc.

Ich gehe in diesem Beitrag nicht näher auf irgendwelche Hormonmittel, Medikamente, Globuli oder gezielte Kräuteranwendungen ein, da ich mich damit einfach nicht gut genug auskenne. Auch diese ganzen psychosomatischen Weiblichkeitsthemen und damit verbundenen möglichen Blockaden lasse ich weg. Es geht hier vielmehr darum, was kurzfristig helfen kann, was allerdings nicht heisst, dass diese Mittel nicht auch langfristige Wirkungen zeigen können.

Welche Anwendungen für dich die richtigen sind, musst du selber ausprobieren.

Menstruation als Entgiftung

Mit dem Menstruationsblut entledigt sich der Körper auch Gewebeteilen und Giftstoffen. Einige Beschwerden während der Mens können sich deshalb auch ähnlich anfühlen, wie die Nebenwirkungen einer Fastenkur. Migräne,  Schwindel, Kopfschmerzen, Erbrechen, etc. Dieser Entgiftung des Körpers kann man schon grundsätzlich etwas nachhelfen, auch schon vor der Menstruation, um die sogenannten "Entgiftungsreaktionen" zu reduzieren.

Nun heisst es, so wenig ungesunde Stoffe zuführen wie möglich, und soviele Giftstoffe ausleiten, wie möglich.

z. B. mit gesunder Ernährung, Mineralstoffzufuhr, viel Wasser trinken, Basentees, Basische Bäder (bei starken Blutungen nicht zu warm baden, oder lieber nur Fussbäder machen), Nieren wärmen (Infrarotlampe od. Wärmekissen), Leberwickel (mit feuchtem Tuch und warmer Bettflasche), leichter Sport, Spaziergänge, Entspannung, frische Luft, Reduktion oder Verzicht von Zucker, Koffein, Alkohol, Nikotin, Stress, etc.

Für weitere Infos zum Thema Entgiftung findest du hier.

Fressattacken - gesunde Ernährung

Wie machst du das aber mit der gesunden Ernährung, wenn du Fressattacken hast? Du musst dich ja nicht zwingen, gar nichts zu naschen. Vielleicht kannst du aber mit dir selber einen Kompromiss eingehen, um nicht ganz auf deine Gelüste verzichten zu müssen. 
z. B. Wenn du naschst, trinkst du auch ein grosses Glas Wasser dazu. Du rationierst ungesunde Lebensmittel, oder ersetzt diese mit Früchten, Gemüsedips, Trockenfrüchten, Nüssen, Kernen, Chiapudding mit Kakaopulver, Bouillon etc. 
Da gilt es einfach auch auszuprobieren, wie du dir Abhilfe schaffen kannst.

Physikalische Anwendungen

Bei der Menstruation bilden sich aufgrund von Hormonschwankungen oder Verspannungen oft Stauungen im Körper. Diese kannst du selber wieder in Fluss bringen, z. B. mit folgenden Mitteln:

- Bauchmassage im Uhrzeigersinn
- Rücken-, Gesäss-, oder Beinmassage mit Igelball, Tennisball, Blackroll, etc.
- Beckenbodenübungen, Pilatesübungen
- Basische oder ansteigende Fussbäder
- Fussmassagen, Füsse kneten, Füsse bewegen, Fusssohlenmassage mit Igelball, etc.
  (das müssen keine bestimmten Reflexpunkte sein)
- Wärmebeutel auf Rücken, Bauch, Beine, etc.
- Kältebeutel auf Stirn, Nacken, etc.
- Leberwickel
- Nieren wärmen (z. B. mit Wärmelampe)

Entspannungsübungen, Atmung

Zum Entspannen gibt es sehr viele verschiedene Variationen. Ist der Körper angespannt, soll man diesem Zeit geben, sich zu entspannen, mit Entspannungsübungen, Autogenem Training, Atemübungen, etc.

Atemübung 1

Lege dich bequem hin. Atme 4 - 5 mal tief in den Bauch, langsam ein und aus. Dann gehst du mit deinem Fokus in die Gebärmutter und atmest wieder ein paarmal tief ein und aus. Du wechselst den Fokus auf deinen Beckenboden und atmest wieder ein paarmal tief ein und aus. Als letztes gehst du mit deinem Fokus zu den Füssen und atmest nochmals ein paar tiefe Atemzüge. Danach etwas wirken lassen, wiederholen oder ausruhen.

Atemübung 2

Du gehst mit deinem Fokus zu deinem Schmerz oder zur Verspannung. Beim Einatmen atmest du den Schmerz ein, und ziehst in Gedanken durch dein Herz, und Atmest diesen durch dein Herz rauf zur Sonne. Du lässt den Schmerz da in der Sonne und atmest Sonnenstrahlen ein, ziehst diese beim Einatmen in Gedanken in dein Herz und atmest diese Sonnenstrahlen durch dein Herz dorthin aus, wo dein Schmerz sitzt. Diese Übung machst du solange, wie es für dich gut ist, vielleicht 5 Atemzüge oder 10, oder auch länger. Du kannst  auch Pausen einlegen oder die Übung beliebig oft wiederholen. (Die Übung kann bei allen möglichen Schmerzen und Verspannungen angewendet werden.)

Körperbeschwerden annehmen anstatt abwehren

Oft versuchen wir Probleme oder Schmerzen wegzumachen mit allen möglichen Mitteln, weil wir Angst davor haben, dass sie noch schlimmer werden könnten oder uns zu stark einschränken. Wenn nichts funktioniert, sollte man einfach mal versuchen, stattdessen die Schmerzen und der IST-Zustand anzunehmen oder einfach so sein lassen, wie es gerade ist. Vielleicht will der Schmerz einfach da sein, seinen Platz haben, seinen Raum haben oder angenommen werden.

Übung Schmerz annehmen

Nimm dir etwas Zeit und lege dich bequem hin. Fühl den Schmerz und lass dem Schmerz den Raum und die Zeit, die er braucht. Vielleicht kannst du den Schmerz auch richtig zulassen und annehmen, bis tief in den Kern des Schmerzes. Wenn du fühlst, dass du dich anspannst, sobald du dich dem Schmerz näherst, dann taste dich einfach langsam ran. Fühle einfach, was es mit dir macht, wenn du dich mit deinem Fokus in die Nähe des Schmerzes wagst und dir sagst, dass alles in Ordnung ist, so wie es gerade ist. Spannst du dich an, oder bekommst du Angst, dann fühlst du einfach diese Anspannung oder Angst. Egal was für Gefühle aufkommen, sie dürfen alle sein. Lass diese einfach zu und beobachte. Entspanne dich in deinem Schmerz und beobachte einfach, was da ist. Vielleicht ändert sich der Schmerz, wandert, wird mehr oder weniger. Lass einfach all diese Gefühle und Empfindungen zu und beobachte. Wenn es für dich genug ist, dann ruh dich ein wenig aus.

Kreativität

Die Gebärmutter steht für Kreativität. Viele Frauen erzählen, dass ihnen die eigene Kreativität Ausleben gegen Periodenschmerzen hilft. Du hast aber keine Idee, wie du das anstellen sollst, und fühlst dich gerade überhaupt nicht kreativ? Dann nimm dein Leiden als Idee und versuche doch einfach mal, deine Beschwerden auf ein Blatt Papier zu malen. Oder du nimmst ein Stück Modelliermasse und gibst deinem Schmerz eine Form. Oder du beschreibst mit genauen Worten, wie sich das alles anfühlt, oder erfindest eine kleine lustige Geschichte über deinen eigenen Zustand. Das eigene Leiden als Grundlage für die eigene Kreativität nutzen, kann einem oft eine ganz andere Sicht auf den eigenen Zustand ermöglichen und somit zur Heilung beitragen.

Hast du weitere Ideen oder Lösungen für deine Menstruationsschmerzen gefunden, dann schreib mir doch einen Kommentar!

Text by Corinne/Buonavitapraxis

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